Russland senkt die Zinssätze auf 17 Prozent, da sich der Rubel erholt

Die russische Zentralbank sagte am Freitag, dass sie ihren Zinssatz ab Montag von 20 Prozent auf 17 Prozent senken werde, da Anzeichen dafür vorliegen, dass die Risiken für die Finanzstabilität im Land dank Kapitalverkehrskontrollen nachlassen.

Die außerplanmäßige Zinsänderung erfolgte, nachdem der Rubel die meisten seiner Verluste seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine wieder aufgeholt hatte. Die Zentralbank sagte, die Inflation werde weiter steigen, aber die jüngsten Daten hätten auf eine Verlangsamung der Preissteigerungen hingewiesen, teilweise wegen der Kursgewinne des Rubels. Die jährliche Inflationsrate näherte sich Anfang April 17 Prozent, aber wöchentlich verlangsamte sich die Inflationsrate auf knapp unter 1 Prozent.

Russlands Zinssatz liegt mit 17 Prozent weiterhin deutlich über dem Normalwert. Der Kurs wurde Ende Februar mehr als verdoppelt – von 9,5 Prozent auf 20 Prozent – ​​nachdem der Rubel nach der Invasion in der Ukraine abgestürzt war und die Zentralbank Sofortmaßnahmen ergriffen hatte, um den Geldabfluss aus dem Land zu stoppen. Während der Zinssatz leicht gesenkt wird, sagte die Zentralbank am Freitag, dass die „externen Bedingungen“ für die russische Wirtschaft immer noch „herausfordernd“ seien und die Aktivität einschränken würden.

Am Freitag sagte die britische Regierung, dass Russland auf die „tiefste Rezession seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion“ zusteuere, und schätzte, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um bis zu 15 Prozent schrumpfen könnte.

Die russische Zentralbank sagte jedoch, dass je nach Verlauf der Inflation und des Wirtschaftswachstums bei den bevorstehenden Sitzungen weitere Zinssenkungen angekündigt werden könnten. Das nächste geplante Treffen der Politik ist am 29.

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